Die Welle der Euphorie - sinnvoll weitergeführt

Nun ist die Euphorie also vorbei und Deutschland ausgeschieden. Nie waren in der Öffentlichkeit so viele weinende Menschen zu sehen (Emotionen und vor allem Tränen gebühren sich nicht in unserer Gesellschaft), Menschen liegen sich in den Armen und spenden sich gegenseitig Trost oder stehen kopfschütelnd und geistig weit abwesend irgendwo in der Gegend herum, Reporter sprechen von maßloser Enttäuschung und völliger Fassungslosigkeit. Gerade so, als ob eine echte Katastrophe geschehen wäre.

Ich möchte daran erinnern, dass die Katastrophen gerade tatsächlich passieren, abseits von gepflegten Rasenflächen!

Einige Gedanken zur Realität: Direkt nach den Fußball-Meldungen kommen Nachrichten zu Bombenatentaten mit vielen Toten im Irak. Der Hass und die Gewalt in Israel nehmen erschütternde Außmaße an. Korea testet Langstreckenraketen die mit Nuklearsprengköpfen ausstattbar sind, in den Regenwäldern werden uralte Baumriesen auf Flächen gefällt, die nur noch in Fußballfeldern messbar sind. Wer vergießt eine Träne über das Sterben unserer Erde und die sich gegenseitig bekämpfende und bekriegende Menschheit? Wer jubelt auf der Straße darüber, dass der WWF auf dem besten Weg ist mit dem "Juruena Nationalpark" in Zusammenarbeit mit Staatsregierungen im Amazonas das weltgrößte Netzwerk an Naturschutzgebieten zu erschließen? Wer freut sich darüber, dass Kyrgisien, eines der ärmsten Länder der Welt und ungefähr so groß wie Deutschland, soweit denkt, dass in den letzten Jahren rund ein Viertel der Staatsfläche (Größe der Schweiz) als Biosphärenreservat ausgewießen und nachhaltig eingerichtet wurde?

Ich wünsche mir, dass alle Menschen mit der gleichen Euphorie und dem gemeinsamen Herzen und Gedanken, welche alle Fußballfreunde der Welt in den letzten Wochen zu einer Gemeinschaft zusammen wachsen ließ, an einer besseren Zukunft für unsere Erde und all Ihre Bewohner arbeiten. Denn diese Zukunft ist kein Spiel, es gibt nur die Möglichkeit dass alle Bewohner der Erde gewinnen und unter guten und besseren Umständen weiter leben können - oder dass alle verlieren und die Erde und die "Zivilisation" in der Form, in der wir sie kennen, nicht mehr weiter existieren wird. 

Stell Dir einfach vor, wie die Erde vor 100 Jahren ausgesehen hat und in welchen Zustand wir sie in der Zwischenzeit gebracht haben. Jetzt projeziere diese Entwicklung 50 Jahre in die Zukunft.... Wenn wir weitermachen wie bisher, wird bald nicht mehr viel übrig sein.

Wach auf, werde aktiv, werde ein "Caretaker", werde Einer oder Eine der sich um die Belange der Natur, der Lebewesen, der Erde und der zukünftigen Generationen kümmert.

Shuna
Stefan Koch

 

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